Progressive Web Apps – Update

Seit dem letzten Post zu Progressive Web Apps im Juni 2016 ist mittlerweile über ein Jahr vergangen. Doch was hat sich alles in dieser Zeit getan, wie weit ist die Technologie heute und welche Unternehmen sind auf den Zug aufgesprungen? Der folgende Post beantwortet diese Fragen rund um Progressive Web Apps und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand.

Apple ist mit an Bord

2016 hatte Apple mit der Implementierung des Service Workers in Safari noch auf sich warten lassen (oder sich dabei absichtlich Zeit gelassen). Nachdem die Community allerdings immer lauter rund um das Thema PWA wurde, konnte Apple sich der Thematik nicht mehr entziehen und hat mit der Implementierung des Service Workers begonnen. Die Implementierung ist noch nicht vollständig abgeschlossen, allerdings sind viele Features bereits integriert. Jake Archibald hat liefert hierzu eine Auflistung welche Browser bereits welche Features der Service Worker unterstützen. [1]

Immer mehr steigen um

Twitter hat im Jahr 2017 die PWA Twitter Lite veröffentlicht. Twitter hat mit 328 Millionen monatlichen Besuchern, von denen etwa 80% Mobilgeräte benutzen eine besonders hohe Priorität auch auf mobilen Endgeräten immersiv, robust und schnell zu sein. Seit April 2017, als Twitter Lite zum Standard für mobile Endgeräte wurde, werden durchschnittlich 65% mehr Seiten pro Sitzung geöffnet, 75% mehr Tweets abgeschickt und die Absprungrate wurde um 20% verringert. Die PWA benötigt außerdem nur 3% von dem Speicher, die die Twitter App für Android benötigt. [2]
Neben Twitter sind noch viele weitere Unternehmen umgestiegen. Zu den größten zählen BookMyShow, Forbes und MakeMyTrip. Forbes ist von der Technologie begeistert und hat sogar ein Promo-Video dazu veröffentlicht, in dem erklärt wird inwieweit sich die Anforderungen im Bereich Online Publishing geändert haben und welchen Mehrwert die Umstellung auf eine PWA Forbes weitergeholfen hat.

Technische Neuerungen

Auch in technischer Hinsicht entwickeln sich PWAs stetig weiter.

Lighthouse

Lighthouse ist ein Werkzeug, mit dem “Audits” durchgeführt werden können, inwieweit eine Webseite eine Progressive Web App ist. Lighthouse gibt Hinweise welche Anforderungen an eine PWA noch nicht erfüllt sind und greift somit den Entwicklern unter die Arme. Lighthouse wird ebenfalls stetig weiterentwickelt und ist entweder über den Node Package Manager oder als Chrome Extension verfügbar.

Payment API

Auch die Payment API wird stetig verbessert, sodass selbst Apps, die einen Bezahlmechanismus benötigen, auf PWAs umsteigen können.

Performance

Auch in Sachen Performance hat sich seit 2016 viel getan. Vor allem das Vorladen von Ressourcen findet immer bessere Unterstützung.

Quellen

[1] https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Cross-Plattform-Apps-Apple-stellt-sich-auf-Progressive-Web-Apps-ein-3795329.html
[2] https://developers.google.com/web/showcase/2017/twitter

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