AtScript ist tot, aber das Konzept lebt weiter

Auf der Konferenz ng-europe Ende letzten Jahres hat Google AtScript vorgestellt. Damit AtScript an Bedeutung gewinnt, wollte Google Angular 2.0 nur mit AtScript entwickeln. Aus diesem Grund sollte AtScript alle Eigenschaften von EcmaScript 5, EcmaScript 6 und TypeScript bereitstellen und diese mit den Annotations, die man aus objektorientierten Sprachen kennt, erweitern.

Google ging davon aus, dass TypeScript ein komplettes Superset von EcmaScript 6 und 5 bereitstellt (siehe folgende Abbildung).

ATScriptVorstellung

Jedoch sieht die Realität aktuell anders aus. Bei genauer Betrachtung von TypeScript stellt man fest, dass die obere Skizze fehlerhaft ist. Einzelne Eigenschaften von EcmaScript 6 (wie z. B. Destrukturierung, Promise, Iteratoren und for-of Schleifen) werden von TypeScript noch nicht unterstützt. Aus diesem Grund würde die Skizze aktuell folgendermaßen aussehen:

realitaet

Das Grundkonzept von AtScript baut darauf auf, dass TypeScript ein komplettes Superset von EcmaScript 6 bereitstellt. Da TypeScript ein komplettes Superset aktuell nicht gewährleisten kann, war AtScript nicht in der Lage, ihr gutes Konzept komplett zu realisieren und damit Angular 2.0 weiterzuentwickeln. Um AtScript zu verwirklichen, hat Google von Anfang an mit Microsoft (den TypeScript Entwicklern) kollaboriert. Die Kollaboration ist aktuell sehr erfolgreich, so dass Google und Microsoft sich entschlossen haben, zusammen die Idee hinter AtScript zu verwirklichen. Aus diesem Grund wird das Konzept von AtScript in der nächsten TypeScript Version 1.5 komplett realisiert. Dies hat zu Folge, dass der Name AtScript von der Bildfläche verschwindet, aber die Idee dahinter weiterlebt. Demzufolge wird Angular 2.0 von jetzt an mit TypeScript entwickelt.

Für die Sprache JavaScript und besonders für das Framework Angular ist es eine hervorragende Nachricht, dass zwei Großmächte der IT (Microsoft und Google) zusammenarbeiten. Dies zeigt einmal mehr, dass JavaScript mehr und mehr Bedeutung im IT Umfeld gewinnt.

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